| Eintrag von leandra
am 25.1.2012 |
innere Ruhe
donnerstag und freitag ging es mir noch schlecht, weil ich nicht wusste, ob ich montag wieder hinmuss, wie der montag aussehen wird.
samstag sonntag ging es mir schlecht, weil ich nicht wusste, ob der arzt mir helfen kann, ob ich nicht doch wieder hin muss.
montag ging es mir besser, nachdem ich meinen krankenschein in der hand hielt.
und so langsam kommt die erkenntnis: ich muss nicht mehr dahin! wahrscheinlich nie wieder. vielleicht noch ein einziges mal um meinen schlüssel, etc. abzugeben, aber vllt kann ich den auch dem LAK mitgeben. egal. eine situation, die grade nicht stattfindet und worüber ich mir auch noch keine gedanken machen muss.
je mehr diese erkenntnis sich in mir festsetzt, je mehr ich das verinnerliche, desto ruhiger werde ich.
montag war ich noch etwas überfordert und aufgekratzt.
gestern habe ich sauber gemacht, aufgeräumt, war mit paul im kindergarten, habe mit ihm gespielt, habe ihn ins bett gebracht gestern abend udn habe ihn nicht ein einziges mal angeschrieen über tag. ihn ins bett zu bringen ist etwas, was ich die letzte zeit sehr selten bis gar nicht getan habe. ich habe abends keine kraft mehr, bin ja schon erledigt wenn ich um 15:30 nach hause komme und kriege nichts mehr gebacken. bis 20 uhr, wenn er ins bett geht, bin ich nicht mehr zu gebrauchen und auch so zitterig und heulig dass ich es nicht verkraften würde.
gestern ging das aber. ohne probleme. ich war ausgeglichen.
ich habe gestern morgen fast 2 stunden mit engelchen telefoniert, ahbe meine wohnung sauber gemacht, am pc gesessen, einen kuchen nebenher gebacken und dinge für hases geburtstag gestern abend vorbereitet.
ich habe keinen mittagsschlaf gemacht und war dennoch den ganzen tag fit.
ich merke, wie sehr mir das fehlt. nicht das zuhause rumsitzen, sondern mal ne stunde oder auch zwei am tag alleine mit mir in meiner wohnung zu verbringen. wozu ich diese zeit dann auch immer nutze, ob ich schlafe, lese, koche, putze oder wasche, spielt überhaupt keine rolle. einfach selbst entscheiden welchen fuß ich jetzt zuerst auf die erde setze. kein schlechtes gewissen ob jemand zu kurz kommt, wenn ich mich jetzt mal hinsetze. einfach alleine sein.
ja... das fehlt mir....
mit hase kann ich darüber kaum sprechen. er hält das alles für schwachsinn, einen burnout gibt es für ihn nicht, einen therapeuten findet er total dämlich und er denkt wenn ich nen neuen job habe, dann ist alles wieder wie immer. seufz... ich habe versucht es ihm zu erklären, ich rede mit engelszungen. aber irgendwann macht mich dieses gespräch und dieses unverständnis aggressiv. also habe ich für den moment aufgegeben und versuche mich durchzusetzen, mir eben doch einen therapeuten zu suchen. ich will es mir wenigstens anschauen. will wissen, ob mir das etwas bringen kann...
und um mal wieder ein wenig struktur in mein leben zu bekommen, gibt es mal wieder eine to-do-liste.
ach, da gibts noch was vom kleinen großen mann zu erzählen. ich bin ganz stolz.
paul wollte gestern abend keine pampers anziehen. normal trägt er zum schlafen noch eine.
ok, ich hab ihm dann gesagt dass ich sie ihm auslasse, aber er muss mir versprechen, dass er nicht ins bett macht und dass er heute nacht auf die toilette geht, wenn er muss.
und heute morgen war das bett tatsächlich trocken :-) ich hab doch gesagt - wenn die packung hier leer ist, kaufe ich keine neue mehr. udn ich habe noch genau 2 windeln :-D
to-do-Liste
- Dänisches Bettenlager : Matratzen-Nässe-Schutz (zur Sicherheit)
- Knöllchen überweisen
- Fehmarn Urlaub buchen
- Stromkasten bestellen
- putzen
- Bonprix Katalog durchblättern (Hosen!)
- dm: Wimperntusche, Spülmaschinentabs
- Rossmann: Reiswaffeln
- Kinderzimmer aufräumen
- Bad putzen
- Gardinen waschen
- Kaufland: Kaffee
- lidl: Stricknadeln und Wolle
- Tanke: Zeitung
Von missrobert am 25.01.2012 - 10:46 Uhr Mein Ex hat meine Depressionen damals auch nie nachvollziehen können und hat immer gesagt er weiss nicht was das ist und kann sich das einfach nicht vorstellen, man bräuchte dazu nur Willensstärke!!!
Bis er dann in seine Spielsucht geriet und jetzt sehr wohl weiss was Depressionen sind und auch schon über Hilfe nachgedacht hat.
Tu das auf jeden Fall für dich ausprobieren. Schaden kann es ganz sicher nicht.
lg
Von freiheitimdoppelpack am 25.01.2012 - 12:55 Uhr Ich glaube es sehr wichtig, dass man einen Partner hat, der es verstehen kann. Du solltest Ihn auf alle Fälle zu einer Therapiesitzung mitnehmen, sofern Du diesen Weg anstrebst. Mein Lieblingsmensch hat 2 Jahre für das Verstehen gebraucht und er wollte es von Anfang an verstehen.
Ich glaube nicht, dass Du an einem "richtigen Burnout" leidest. Dafür erholt sich Deine Stimmung immer viel zu schnell. Auch Deine To-Do-Liste spricht gegen einen Burnout. Sie vermittelt nämlich Tatendrang. Vielleicht ist das auch der Grund, dass der Hase damit überfordert ist.
Es geht auch gar nicht darum, was Du hast oder nicht hast. Oft ist es besser die Warnzeichen zu erkennen und das hast Du, bzw. auch Dein Arzt getan. Jetzt solltest Du Dich aber nicht auf Krankenzettel verlassen sondern wirklich versuchen, alles ein wenig "aufzuarbeiten".
Lieben Gruß
Andrea
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